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Was du kannst, kann ich schon lange - das Plagiat |
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Der absolut durchschlagende Erfolg und die ungeheuren Verkaufszahlen von »Superman« ließen nun ein ganz neues Phänomen am Comic-Firmament aufgehen: das Plagiat.
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Victor Fox, der ehemalige Buchhalter von National/DC Comics, war der erste, dem das Potenzial der Superhelden-Comics bewusst wurde - nicht zuletzt, weil er einen ausgzeichneten Einblick in die Verkaufszahlen und Umsätze hatte. Er kündigte kurzerhand seinen Job, gründete seine eigene Comic Company und brachte zeitgleich mit dem ersten Auftritt von Batman (DC-Comics) den Titel Wonder Comics # 1 heraus. Mit viel Überredungskunst hatte er den damals noch sehr jungen Will Eisner überzeugen können, mit Wonderman eine exakte Kopie von Siegel & Shusters Superman anzufertigen.
Dieser Schuss ging jedoch nach hinten los. Wonderman führte zu einem der ersten Plagiatsprozesse in der Geschichte des modernen American Comic Books, den Fox verlor. In Wonder Comics # 2 trat statt Wonderman Yarko the Great auf, eine dritte Ausgabe wurde wegen der geringen Nachfrage niemals publiziert.
Auch der Verlag Martin Goodmans Timely Comics stieg im November 1939 in den Superhelden Markt ein: mit Marvel Comics # 1. Darin wurde die Sub-Mariner Geschichte aus Motion Picture Funnies Weekly nachgedruckt und mit Human Torch von Carl Burgos hatte ein weiterer Superheld darin seinen ersten Auftritt. Einen Monat später brachte dann Lev Gleason mit Silver Streak # 1 sein erstes Comic Book heraus, in dem The Claw von Jack Cole seinen ersten Auftritt hatte. Wegen des zu diesem Zeitpunkt lukrativeren Crime Genres wurde die Serie nach 24 Ausgaben in Crime Does Not Pay umbenannt. Charles Biro fungierte als Herausgeber.
Der ungebrochene Erfolg der Comic Books und in erster Linie der Superhelden rief 1940 weitere Verleger auf den Plan. Fawcett versuchten es mit einem weiteren Klon von Superman und ließ im Februar 1940 Captain Marvel in Whiz Comics # 2 (eigentlich die Nummer 1) gegen das Böse dieser Welt antreten. Captain Marvel, der von Autor Bill Parker und Zeichner C. C. Beck in Szene gesetzt wurde, war der einzige Superheld, der Superman in seinen Verkaufszahlen zeitweise überflügeln konnte.
Der Pulp Verleger Street and Smith Publications war bei der Entwicklung neuer Helden sparsam und griff bei seinem Einstieg in die Comic Branche auf bewährte Helden aus der verlagseigenen Pulp Produktion zurück. Im März 1940 betraten The Shadow und im Mai Doc Savage den Comic Markt.
Alles in Allem erschienen 1940 am Zeitungskiosk nun bereits über 40 verschiedene Comic Serien, Tendenz steigend. |
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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 12 von 27) |
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