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Ich habe das Grauen gesehen |
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William M. Gaines hatte von seinen Vater Max C. Gaines die Firma Educational Comics geerbt und griff das erfolgreiche Konzept der Fantasy-, Horror- und Science-Fiction-Comics auf.
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Er brachte Crypt of Terror (April 1950), The Vault of Horror (April 1950), The Haunt of Fear (Mai 1950), Weird Science (Mai 1950), Weird Fantasy (Mai 1950), Crime SuspenStories (Oktober 1950) und Two Fisted Tales (November 1950) auf den Markt und schlug damit einen neuen Weg ein.
Die American Comics Group und Atlas waren immer sehr darauf bedacht gewesen, mit ihren Horror Comics bei den Moralwächtern nicht anzuecken. Nicht so William Gaines. Mit den anspruchsvoll geschriebenen Storys - die meisten aus der Feder von Al Feldstein - und der außergewöhnlichen grafischen Qualität der Zeichner wie Wally Wood, Jack Davis, Graham Ingels oder Al Williamson lieferte EC Monat für Monat bluttriefende Horrorgeschichten mit schonungslosen Gewaltdarstellungen. Mit diese ersten »richtigen« Horrorcomics konnten EC sich am hart umkämpften Zeitschriftenmarkt durchsetzen. Der Stil fand - wie immer wenn etwas neu und aufsehenerregend ist - ziemlich schnell viele Nachahmer.
Mit Two Fisted Tales ließen EC auch das Genre der Kriegscomics wieder aufleben. Diesmal stand allerdings nicht - wie in den 40er Jahren - die staatliche Propagandamaschinerie hinter dem Trend. Vielmehr ging es dem EC Redakteur Harvey Kurtzman darum, unter dem Eindruck der Medienberichte des Koreakrieges, den »Schrecken des Krieges« anzuprangern. Das War-Genre hielt sich bis in die 70er Jahre. Es wurde genährt durch die »Atom-Angst« der amerikanischen Öffentlichkeit, die seit den frühen 50er-Jahren in der allgegenwärtigen Angst vor einem nuklearen Vernichtungsschlag des »Gegners« lebte. Als »logische Konsequenz« kam im November 1952 Atomic War ans Kiosk.
Im Oktober 1952 brachte Harvey Kurtzman außerdem das über Jahrzehnte erfolgreiche Mad ans Zeitungskiosk und eröffnete damit das Rennen für unzählige Satire-Comics. Mad kann aber ebenso als einer der Initiatoren der Underground-Comix angesehen werden. Seiner Leserschaft legte das Heft es auf subtile Weise gesellschaftskritisches und »subversives« Gedankengut nahe und schürte die Kritik, die in den 60er Jahren sowieso zum Ausbruch kam. An Mad ging der scharfe Blick der Sittenwächter in den 50er Jahren allerdings erstaunlicherweise vorbei, denn die waren mit dem verbleibenden Sortiment des EC Angebotes viel zu sehr beschäftigt. |
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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 15 von 27) |
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