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Comic vs. Television: Das SILVER AGE
Werthams Angriffe richteten sich unter anderem auch gegen DC Publikationen - so glaubte er allen Ernstes beim dynamischen Duo Batman und Robin homosexuelle Tendenzen auszumachen. Allerdings konnten alle DC Titel mit entsprechenden Anpassungen an die Richtlinien des Code ungestört weiterlaufen.

Es entstand jedoch eine neue, viel größere Bedrohung für die verbliebenen Comic Verleger: das Fernsehen. In den 50er Jahren hielt es seinen Einzug in die amerikanischen Haushalte und stahl den Comic Books die Show. Der amerikanische Normalverbraucher jeden Alters war jetzt nicht mehr auf Lesestoff aus Pulps und Comic-Books angewiesen. Um aus seiner tristen Alltagswelt in Wunschphantasien zu entfliehen, bekam er seine Fluchtmöglichkeiten vom täglichen Fernsehprogramm direkt ins Wohnzimmer serviert.

Dagegen wollte der Redakteur Julius Schwartz bei DC einen letzten Versuch wagen, Superhelden-Comics wieder an die Spitze des Comic Marktes zu bringen.

Neben den inzwischen schon etwas angestaubten Superman und Batman Comics wollte er neue Helden als Verkaufsschlager etablieren. Er beauftragte Carmine Infantino den alten »Flash« zu recyceln und ihn mit zeitgemäßem Kostüm und einer neuen »Entstehungsgeschichte« mit wissenschaftlichem Hintergrund für eine neue Generation von Comic Lesern wieder ins Rennen zu schicken. Im September 1956 erschien Showcase # 4. Das Cover zierte der »neue Flash«. Mit diesem Superhelden-Revival der 50er Jahre wurde das »Silver Age« eingeläutet.

Neben Showcase # 4 sehen Comic Historiker aber noch zwei weitere Comic Books als Anwärter auf den Thron des ersten Silver Age Comic Books, die mit dem Superhelden-Genre herzlich wenig zu tun haben. Beide haben die Schallgrenze von 1 Million verkaufter Exemplare einer Ausgabe durchbrochen: Kurtzmans Mad # 1, das die Branche in neues Fahrwasser brachte und Disneys Uncle Scrooge Four Color # 386 (die erste Ausgabe der Serie).

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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 17 von 27)

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