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Nicht totzukriegen: die »Superheroes« |
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Nach den Jahren der Atom-Angst war Amerika jetzt im »Sputnik-Schock« und Science Fiction war extrem angesagt. Dem Fernsehen fehlte es (noch) an Farbe und den technischen Möglichkeiten, seine Zuschauer mit entsprechenden Weltraumphantasien zu beliefern und so wurden die Comic Books wieder ein gefragter Lieferant bunter Fantasy Geschichten.
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Superhelde-Titel wie Showcase waren vorerst nur das Experimentierfeld für neue Konzepte. Auch Serien wie »Challengers of the Unknown« von Jack Kirby, »Space Ranger« mit »Adam Strange« und dem Revival von »Green Lantern« im September 1959 fielen darunter.
1959 kamen Atlas Comics (ehemals Timely Comics und demnächst Marvel Comics) wieder auf die Füße und möbelten ihre zuletzt während der Blütezeit des Horror Genres erfolgreichen Journey into Mystery und Strange Tales SiFi-gerecht auf. Sie legten Tales to Astonish und Tales of Suspense nach, konnten das Powerhouse Jack Kirby wieder als Ideen- und Seitenlieferant gewinnen. Kurz gesagt: sie mischten wieder ganz Oben mit.
Das sich regenerierende Superhelden Genre gewann mit Brave & Bold # 28 (DC Comics, Februar 1960) wieder Boden. DC hatten jetzt »Superman«, »Batman«, »Wonder Woman«, »The Flash« und »Green Lantern« und grub nochmals ein altes Konzept aus, das im Golden Age zur »Justice Society« geführt hatte: alle Superhelden in einem Comic. Die »Justice League of America« erhielte nach drei Probenummern in Brave & Bold im Oktober 1960 ihr eigenes Heft.
Bei Marvel Comics schielte man derweil sehr neidvoll auf den Erfolg der neuen DC-Superhelden und Martin Goodman zog in Erwägung seinen Science-Fiction- und Monster-Comics wieder einen Richtungswechsel zu verpassen. Er wollte auf den fahrenden Superhelden Zug mit aufspringen. Dass Marvel Comics mit dem was nun folgte, nicht nur zu DC aufschließen sondern diese sogar weit überrunden und zum Marktführer in der Comic Branche werden würden, konnte zu diesem zeitpunkt niemand ahnen.
Marvel beauftragte Stan Lee, neue Konzepte für Superhelden Comics zu entwickeln und diese auf den Markt zu bringen. Stan Lee hatte sicher ein sehr scharfen Blick auf die in den frühen 60er Jahren aufbegehrende amerikanische Jugend, als er Figuren entwarf, die zwar mit übermenschlichen Kräften versehen waren, aber gleichzeitig einen von Selbstzweifeln und persönlichen Problemen geprägte Charakter besaßen. Denn er erkannte folgerichtig, dass die strahlenden Helden des Golden Age, die als makellose Saubermänner Amerikas reines Gewissen verkörperten und die Nation zum Sieg führten, nicht mehr das waren, womit sich neue Generationen Heranwachsender Amerikaner identifizieren wollten. |
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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 18 von 27) |
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