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Das »Marvel Age of Comics« |
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Im November 1961 schickte Marvel Comics die »Fantasic Four« an den Start. Gefolgt wurden sie von »The Incredible Hulk« im Mai 1962 und »Amazing Fantasy« im August 1962, und dem ersten Auftritt von »Spider-Man«, entworfen von Steve Ditko.
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Im selben Monat erhielt übrigens auch die Serie Journey into Mystery wieder ein neues Gesicht und katapultierte den aus der nordischen Sagenwelt entliehenen »Thor«, damals noch mit Fantasy-Elementen ausgeschmückt, ins Superhelden Geschäft.
Stan Lees Konzept ging glatt auf: Die von menschlichen Schwächen geplagten Helden lieferten der Jugend die lange vermissten Identifikationsfiguren und ließen die Verkaufszahlen von Marvel Comics schlagartig in die Höhe schnellen. Die Außenseiter-Stellung vieler Marvel Helden spiegelte wieder, wie sich die amerikanischen Jugendlichen in der Gesellschaft fühlten.
Das traf vor allem auf Spider-Man zu, der im März 1963 seine eigene Serie erhielt, sowie auf die »X-Men«, deren Serie im September 1963 ans Kiosk kam. X-Men war nur eines der Team Books, mit denen Marvel versuchte an den Erfolg von DCs Justice League of America anzuknüpfen. Die zweite Fraktion bildeten die »Avengers«, die ebenfalls im September 1963 mit einem eigenen Titel loslegten. Während es sich bei den X-Men um ein originäres Team handelte, dessen Mitglieder allen in X-Men # 1 eingeführt wurden, setzten Lee und Kirby bei The Avengers jedoch auf das bewährte Konzept der Zusammenkunft erfolgreicher Helden.
Die marktbeherrschende Stellung in der Comic Branche, die die Marvel Superhelden in den folgenden Jahrzehnte einnahmen, führte dazu, dass das Silver Age des amerikanischen Comic-Books häufig ganz falsch als »Marvel Age of Comics« bezeichnet wird. Die Jahre vor 1961 gerieten dabei oft gänzlich in Vergessenheit.
Marvel gab den Superhelden zwar eine neue Richtung und eröffnete damit einen neuen Trend der die Auseinandersetzung mit sozialen Problemen wie zum Beispiel dem Drogenkonsum unter Teenagern in Mainstream Comics erst möglich machte - allerdings reduzierten sie gleichzeitig die Branche auch auf die Eindimensionalität des Superhelden Genres. Dies führte unter Anderem dazu, dass zunehmend Fanboys in die Branche strömten - also Comic-Fans denen es vor allem darum ging selbst Comics zu gestalten. Superhelden Comics wurden zunehmend zu einem Fanprodukt: von Fanboys für Fanboys geschaffen. Diese eingeschworene Marvel-Fans, die alles kauften und für gut befanden auf dem das Marvel Logo gedruckt war, wurden von kritischen Stimmen des Comic-Umfeldes in späteren Jahren leicht spöttisch als »Marvel Zombies« bezeichnet. |
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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 19 von 27) |
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