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W E R hats' erfunden? |
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Ein Schweizer schreibt Comic-Geschichte.
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Das erste »Sequential Comic Book«, das in Amerika verlegt wurde, erschien im September 1842 unter dem Titel The Adventures of Mr. Obadiah Oldbuck bei Wilson & Co., New York. Der 40-seitige Band mit einer Geschichte in 195 Bildern kam als Sonderausgabe der humoristischen Zeitschrift Brother Jonathan heraus. Zum Abdruck kam darin jedoch kein original oder nachgedrucktes amerikanisches Material, sondern eine Arbeit des Schweizer Künstlers und Lehrers Rudolf Töpffer (1799 - 1846), der bereits 1827 begonnen hatte »Bilder Romane« herzustellen und diese als Lithografien zu vervielfältigen.
Töpffers »Bilder Romane« wurden zuerst in Frankreich publiziert. Sie fanden dort rasenden Absatz und wegen des großen Erfolges kursierten bald eine Unzahl von Raubdrucken und Plagiaten, die über kurz oder lang ihren Weg nach England fanden. So zum Beispiel auch der Raubdruck Les Amours de M. Vieux Bois, der von dem Pariser Verleger Aubert in Frankreich verbreitet wurde. In einer Englischen Übersetzung wurde Les Amours de M. Vieux Bois 1841 in London veröffentlicht. Von dort gelangte das Werk schließlich zu Wilson & Co., die den Band als The Adventures of Mr. Obadiah Oldbuck erneut publizierten.
Töpffer produzierten weitere sieben »Bild Romane«. Davon wurden noch zwei weitere in englischer Übersetzung nachgedruckt: Histoire de M. Jabot (Beau Ogleby, Tilt & Bogue, ca. 1843) und Histoire de M. Cryptogame (Bachelor Butterfly, Tilt & Bogue, 1943; Wilson & Company, 1846).
Das zweite in Amerika publizierte »Sequential Comic Book« war The Bachelor’s Own Book von George Cruikshank (Burgess, Stringer & Co., 1844). Cruikshank hatte bereits Töpffers Bilderromane nach England gebracht und kurz darauf selbst mit der Arbeit begonnen. Auf The Bachelor’s Own Book folgte The Bottle - die Geschichte eines Mannes, der sich und seine Familie durch seine Alkoholsucht zu Grunde richtet. Dieses »Sequential Comic Book« kann als Cruikshanks Meisterstück angesehen werden. Es erschein 1848 zuerst in England und gleich darauf in den Staaten als Coproduktion von David Bogue und Americans Wiley and Putnam. Bis ins frühe 20. Jahrhundert wurde es mit großem Erfolg immer wieder nachgedruckt. In Temperenzlerkreisen nutzte man die Bildfolgen sogar in Vorlesungen mit der Laterna Magica um die Auswirkungen des Alkohols auf abschreckende Weise vorzuführen.
Die kulturelle Entwicklung der »Sequential Comic Books« fiel zeitlich zusammen mit einer weiteren großen gesellschaftlichen Veränderungen: dem Gold Rush in Californinen. Ein Umstand, der die Entwicklung dieser Erzählform weiter vorantrieb. Für die amerikanischen Satiriker war es das geeignete Format, um das Zeitgeschehen angebracht zu dokumentieren: Und so erschien das erste in Amerika hergestellte Comic Book 1849 in New York bei Stringer & Townsend. Unter dem Titel Journey To The Gold Diggins by Jeremiah Saddlebags lieferten die Brüder James und Donal Reed eine satirische Chronik der Suche nach dem schnellen Gold.
Danach folgten eine Vielzahl von Veröffentlichungen. Die Arbeiten von Frank Bellew (1828 – 1888) und Thomas Nast (1840 – 1902) gelten hier als wegweisend. Der in Indien geborene und in Frankreich und England aufgewachsene Bellew kann sicher als »Vater« amerikanischer »Sequential Comics« angesehen werden. Seine Zeichnungen erschienen zwischen 1850 und 1870 in allen wichtigen Zeitungen. Thomas Nast dagegen hatte prägenden Einfluss auf den politischen Cartoon in America und wurde vor allem durch seine Veröffentlichungen im Harper’s Weekly berühmt. |
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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 2 von 27) |
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