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I'm just a guy with his ear to the ground – der amerikanische UNDERGROUND |
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Als 1968 die Blumenkinder begannen, das amerikanische Wertesystem zu untergraben, war der Zeitpunkt für den eigentlichen neuen Trend der Comic Books gekommen.
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Losgelöst von allem was man bis dahin als »Comic« bezeichnen konnte, druckten in San Francisco Charles Plymel und Don Donahue auf einer kleinen Druckmaschine etwas völlig neues: ein Comic mit sehr freizügigen Geschichten von Robert Crumb. Zap Comics # 1 erschien im Februar 1968 und wurde von Crumb selbst in der Bay Area auf der Straße verkauft.
Die historisch ersten Underground Comix waren einige Jahre früher erschienen : The Adventures of Jesus von Foolbert Sturgeon (Frank Stack), das in mit einer fotokopierten und handgeklammerten Auflage von 42 Exemplaren an Freunde verteilt wurde und God Nose von Jack Jackson.
Zap war somit eigentlich nicht das erste Underground-Comix, aber durch Zap wurden die Underground Comix »möglich«. Da kein größerer Verlag involviert war, verblieben alle Rechte an dem Titel bei Crumb selbst - ein völliges Novum und damit ein frühes Vorbild für die Bestrebungen der späteren Independent Verlage und der Alternative Comics. Zap # 1 wird seit 1968 immer wieder neu aufgelegt und hat in mehr als 30 Jahren über 1 Million Exemplare verkauft. Underground Comix waren das neue »Ding« in der Bay Area und um Crumb sammelten sich Zeichner wie S. Clay Wilson, Victor Moscoso und Rick Griffith, die ab der zweiten Ausgabe von Zap dabei waren. In Austin, Texas brachte Gilbert Shelton Feds'N'Heads heraus, in Chicago erschien Bijou Funnies von Jay Lynch und Skip Williamson.
Das eigentliche Epizentrum der Underground Comix blieb aber in der San Francisco Bay Area wo viele neue Verlage entstanden, die auf den Segen des Comics Code nicht viel gaben. Durch einige, über die USA und Kanada verstreute Verlage - zu denen z. B. Rip Off Press, Last Gasp, San Francisco Comic Book Company, Company & Sons, Weirdom Publications, Star Reach, Comics & Comix oder Kitchen Sink Press gehörten - entstand ein unabhängiges Vertriebs- und Verkaufsnetz, das nun nicht mehr länger auf althergebrachte Verkausorte wie den Zeitungskiosk angewiesen waren.
Im Umfeld dieses Direct-Sales-Markets, der sich Anfangs noch der Head-Shops bediente, entstanden dann auch die ersten wirklich spezialisierten Comic-Shops. |
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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 21 von 27) |
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