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Der Mainstream sucht neue Wege: Das BRONZE AGE
Bereits mit dem Beginn der Avengers Serie in den 60ern hatte man bei Marvel den legendären Golden Age Superhelden »Captain America« aus den 30ern neu belebt, der neben den problembeladenen »neuen Superhelden« eine Abwechslung im Superhelden Genre bot. Gleichzeitig ließ man auch den »Sub-Mariner« wieder auferstehen und von »Human Torch« hatte Kirby bereits eine viel jugendlichere Version in die »Fantastic Four« integriert.

In der Hoffnung an den Erfolg der Fantasy Romane von Robert E. Howards anknüpfen zu können, bearbeitete man nun den Muskelhelden »Conan« für die Comic Books. Im Oktober 1970 kam Conan The Barbarian # 1 auf den Markt (Story von Roy Thomas und Artwork von dem damals noch relativ unbekannten Barry Smith). Der aus England kommende Barry Smith hatte seine Karriere als Lückenfüller bei X-Men oder Daredevil mit einem stark an Jack Kirby angelehnten Zeichenstil begonnen und bekam jetzt mit Conan endlich die Gelegenheit über einen längeren Zeitraum seinen eigenen Stil zu entwickeln.

Mit diesem neuen Genre – dem Sword- & Sorcery-Genre – und dem ersten Erscheinen von Conan wird auch der mögliche Beginn des »Bronze Age« der amerikanischen Comic Books definiert. Dazu kommen aber auch weitere Faktoren, z.B. der Preisanstieg der am Zeitungskiosk vertriebenen Hefte von 12 ¢ auf 15 ¢ und der Umstand, dass Jack Kirby Marvel den Rücken kehrte und wieder bei DC einstieg. Hatte es in den späten 60ern und frühen 70ern noch einen explosionsartigen Anstieg des Materialausstoßes von Marvel und DC gegeben, so folgte Mitte bis Ende der 70er Jahre eine Implosion - die »Gesundschrumpfung« der beiden Comicgiganten.

Die ständige Suche nach immer neuen Marktsegmenten führte dazu, dass Marvel nun den Markt mit Schwarz/Weiß Magazinen überschwenmmte. Man wollte John Warrens Erfolg mit den Horror Serien kopieren. Kurzzeitig glaubte man sogar ins Underground Geschäft einsteigen zu können und Stan Lee beauftragte Dennis Kitchen für Marvel ein Underground Comix Magazin auf den Markt zu bringen. Kitchen handelte tatsächlich für die Autoren und Zeichner, deren Material veröffentlicht werden sollte, bei Marvel bisher nie da gewesene Konditionen aus. Neben der Rückgabe allen Materials an die Urheber und dem Verbleib des Copyrights bei diesen, enthielt der Vertrag auch eine Klausel die den Verzicht auf Werbung und auf die Regeln des Comics Codes zur Bedingung machte.

Der ausbleibende Erfolg des Magazins Comix Book und Kitchens unorthodoxe Herangehensweise schreckte die Verantwortlichen bei Marvel jedoch gehörig auf und führte zur Einstellung des Magazins nach nur drei Ausgaben. Zwei weitere Ausgaben wurden noch von Dennis Kitchen im Eigenverlag herausgebracht.

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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 22 von 27)

Am Anfang war das Bild

W E R hats' erfunden?

Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich..

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