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Jedem sein Trauma: das MODERN AGE
Bei Marvel und DC setzten sich die düsteren, von ihren inneren Dämonen getriebenen Helden mit hoher Bereitschaft zu Gewaltausbrüchen an die Spitze der Lesergunst. Dabei entstanden die hochwertigsten Arbeiten innerhalb dieses Ablegers des Superhelden Genres unter der Regie von Frank Miller und Alan Moore.

Frank Miller hatte Ende der 70er die Serie Daredevil übernommen und führte darin zunehmend Elemente des Crime Noir ein. Diesen Trend setzte er Mitte der 80er mit Batman: The Dark Knight fort und schuf damit gleichzeitig einen Meilenstein in der Geschichte des Modernen Superhelden Comics. Miller siedelt seine Batman Geschichte in der nahen Zukunft an, mit einem psychopatisch anmutenden Batman, der aus dem wohlverdienten Rentnerleben zurückkehren muss, um in seiner vom Verbrechen überfluteten Stadt wieder Ruhe und Ordnung zu schaffen. Dabei kehrt Miller das Good-Guy-Image das die Figur Batman seit fast Jahren definierte ins Gegenteil um. Denn in seinen Methoden unterscheidet sich Millers Batman kaum von denen der Bad Guys. So wird er zu einer der fragwürdigsten Führerfiguren im Kampf gegen das Verbrechen.

Einen ähnlichen Schwerpunkt setzte Alan Moore in seiner hoch gelobten Watchmen Serie. Eine der Figuren, die die Handlung der Serie wesentlich mit vorantreibt, ist der von Moore erdachte Superheld »Rorschach«, dessen Verhalten hauptsächlich durch unverarbeitete Traumata bestimmt wird. Rorschach wurde in den 80er Jahren neben Millers Visionen zum Prototyp des psychopatischen Superhelden, wobei die Nachahmer sich vor allem auf das Gewaltpotenzial der Figur konzentrierten dabei aber weder in der Lage waren, die erzählerischen noch die zeichnerischen Qualitäten ihrer Vorbilder zu erreichen.

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