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Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich.. |
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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestimmten neben Amerikanern wie wie Bellew und Nast auch deutsche Zeichner die stilistischen Entwicklung der Comic Books mit.
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Dies geschah vor allem durch deutsche Zeitschriften wie Fliegende Blätter und Münchner Bilderbogen. Solche Publikationen wurden von einer großen Zahl deutscher Einwanderer ins Land gebracht. Besonders schätzte man die Werke des herausragenden deutschen Künstlers Wilhelm Busch (1832 – 908), dessen Arbeiten ab 1862 in amerikanischen Zeitungen - häufig ohne Angabe des Urhebers - abgedruckt wurden.
Aufgrund der steigenden Zahl deutschsprachiger Einwanderer, begann man in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Staaten auch deutschsprachige Zeitungen zu verlegen. Joseph Keppler (1838 – 1894), ein aus Österreich stammender Cartoonist, brachte ab August 1869 in St. Louis, Missouri die deutschsprachige, humoristische Wochenzeitschrift Die Vehme heraus. Ein Unternehmen, das allerdings nur von kurzer Dauer war. Ab März 1871 ließ Keppler mit Puck einen zweiten, ebenfalls zum scheitern verurteilten Versuch folgen. Er zog sich nach dieser Pleite für die nächsten vier Jahre aus dem Verlegergeschäft zurück und arbeitet in New York als Cartoonist für unterschiedliche Zeitungen.
Im September 1875 sah er die Zeit für einen Relaunch von Puck gekommen und verlegte das Heft erneut in deutscher Sprache. Die Aufmerksamkeit der Leserschaft war ihm dieses mal sicher: seine gekonnten Satiren auf die gerade laufende Präsidentschaftswahl fanden viele Sympathisanten. Zudem führte Keppler mit Puck auch eine andere Neuerung in den amerikanischen Zeitschriftenmarkt ein: die Farblithografie. Mit farbigem Front- und Backcover sowie einem farbigen Centerfold stach Puck aus allen Publikationen heraus. Gleichzeitig wurde es zur Messlatte für humoristische Zeitungen.
In Puck veröffentlichte Keppler auch die Arbeiten anderer bekannter Künstler, darunter Frederick Burr Opper, Eugene »Zim« Zimmerman, F. M. Howarth und James A. Wales. Der Zeichner James A. Wales verließ den Puck 1881 und brachte im Oktober 1881 das Konkurrenzblatt Judge heraus, für das er Eugene Zimmerman als Starzeichner anwarb.
Die einzige New Yorker Publikation, die in ihrer zeichnerischen Qualität noch über dem Puck Stand, war Wild Oates mit Arbeiten von W. M. Avery, Thomas Francis Beard, Frank Henry Temple Bellew, E. S. Bisbee, Michael Angelo Woolf und Thomas Worth.
Von März 1873 bis September 1889 erschien in New York City die Tageszeitung The Daily Graphic. Als erste Tageszeitung veröffentlichte das Blatt regelmäßig Illustrationen. Da erst Ende des 19. Jahrhunderts die technischen Möglichkeiten geschaffen wurden, Fotografien in Zeitungen abzudrucken, ergänzte man die Berichte über das tägliche Zeitgeschehen regelmäßig durch Illustrationen. Dabei waren vor allem realistische Zeichnungen gefragt, die auf der Basis von Fotografien angefertigt wurden. Satire oder Sequentielle Bilderzählungen nahmen Anfangs eine untergeordnete Rolle ein. Zu den unzähligen Zeichnern, die den Daily Graphic als Sprungbrett für ihre Karriere als Illustratoren nutzten, zählten Livingston Hopkins (später Melbourne Punch), Kemble (später Life), A. B. Frost, W. A. Rogers (später Harper), C. J. Taylor, Hamilton und Gilliam (später Puck).
Mit dem Erscheinen des Magazins Life im Januar 1883, das sich in kurzer Zeit auf Position drei der Beliebtheitsskala humoristischer Blätter hocharbeiten konnte, hatte sich endlich eine eigenständige amerikanische Tradition humoristischer Illustration und Sequential Art etabliert. Während der Daily Graphic noch auf Raubdrucke aus Übersee setzte, wurde das grafische Erscheinungsbild von Puck, Judge und Life ausschließlich durch amerikanische Künstler bestimmt . Die wichtigsten Illustratoren der romantisch verklärenden und weitgehend unpolitischen Weltsicht von Life, die ein gehobenes weißes Bürgertum ansprach, waren Kemble, der vor allem wegen seiner Titelbilder Berühmtheit erlangte, der von Wild Oates geschulte Palmer Cox und Charles Dana Gibson der wegen seiner aristokratisch anmutenden »Gibson Girls« in der Gunst der Leserschaft ganz oben stand. |
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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 3 von 27) |
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