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Das Phänomen »Werbung« – Promotional Comics
Im Vordergrund standen dabei medizinische und landwirtschaftliche Produkte. Anfangs wurden vor allem Raubkopien bekannter Zeichner in minderwertiger Qualität auf den Markt geworfen. Doch bald mussten die Hersteller erkennen, dass sich – wie so oft – auch bei einem alle Bevölkerungsschichten umspannenden Massenpublikum ein gewisser Qualitätsanspruch bezahlt machte und unweigerlich zu höheren Verkaufszahlen führte.

Zu den herausragenden »Promotional Comics« gehörte Barker’s Illustrated Almanac, der von 1878 bis in die 1930er jährlich publiziert wurde. Die große Popularität der darin abgedruckten Comic Strips veranlasste den Herausgeber The Baker, Moore and Mein Company 1892 dazu, den Sammelband Barker’s Komic Picture Souvenir mit etwa 150 nachgedruckten Comic Seiten in farbigem Einband herauszugeben. Das beliebte Souvenir-Album wurde dann als Werbegeschenk gegen die Einsendung von Coupons verschickt, die man auf verschiedenen Produktverpackungen von Baker’s abdruckte.

Neben den hauptsächlich zu Werbezwecken publizierten Comic Bänden erschienen in den 1870ern auch zunehmend »Seqential Comic Books« in kartonierter oder gebundener und mit Schutzumschlag versehener Form auf den Markt. Diese »Graphic Novels« enthielten vollständige, in sequentieller Bildfolge erzählte Geschichten und lehnten sich an die Tradition von Töppfer und Cruikshank an. So kam es dazu, dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts amerikanische Comics zu einem weltweit wahrgenommenen Phänomen wurden. Raubdrucke amerikanischer Strips von Eugene Zimmermann, Frank Bellew und Charles Dana Gibson begannen sich nun wiederum in Europa großer Beliebtheit zu erfreuen – so hatte man den Spieß umgekehrt.

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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 4 von 27)

Am Anfang war das Bild

W E R hats' erfunden?

Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich..

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