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Das Geschäft mit dem Humor oder: The Yellow Kid |
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Der großartige Erfolg, sowie die Publikumswirksamkeit humoristisch ausgerichteter Blätter wie Puck, Judge oder St. Nicholas gab für New Yorker Zeitungsverleger den entscheidenden Ausschlag, eine Humorbeilage in ihre Blätter zu integrieren, mit der sie die Verkaufszahlen noch zu steigern hofften.
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So wurde die Sonntagsbeilage (»Sunday Comic Supplement«) aus der Taufe gehoben. Am 18. November 1894 erschien die erste Ausgabe in Pulitzers New York World mit einem Strip von Walt McDougall - einem damals berühmten Karkaturisten - auf der Vorderseite und dem farbigen Comic »The Origin of a New Species« von Richard F. Outcault (1863 – 1928) auf der Rückseite.
Die New York World nahm eine Vorreiterrolle ein, was den Abdruck des ersten Comics in einer Tageszeitung anging. Bereits im Januar 1894 druckte sie z.B. eine auf neun Panels aufgeteilte, sequentiell erzählte Geschichte von Mark Fenderson ab.
Richard F. Outcault hatte vorher für Truth gearbeitet und dort mit Hogan's Alley einen Comic über Straßenkinder entwickelt, in dem ein gelb bekleidetes Kind auftauchte, das kurze Zeit später als The Yellow Kid Berühmtheit erlangte.
McDougall und Fenderson waren die unbestrittenen Stars, als Outcault seine Karriere bei der New York World begann. The Yellow Kid, das aus seinem Strip Hogan's Alley hervorging und im Mai 1885 zum ersten mal in Farbe erschienen war, katapultierte ihn jedoch in kürzester Zeit an die Spitze der Beliebtheitsskala. Seine Schöpfung wurde die erste, regelmäßig in amerikanischen Zeitungen erscheinende Comic Figur, die zudem zu einer nachweisbaren Steigerung der Verkaufszahlen führte. Ganz nach dem Vorbild von Palmer Coxs' The Brownies gelang es auch Outcault The Yellow Kid gewinnträchtig zu vermarkten. Es zierte in kürzester Zeit eine Vielzahl von Produkten von Süßigkeiten bis hin zu Tabakwaren. Anfang 1897 erschien dann bei Dillingham & Co. The Yellow Kid in McFadden's Flat, ein 196-seitiger Nachdruck der Zeitungsstrips.
1902 entwarf Outcault eine weiter populäre Comic Serie: Buster Brown. Es gelang ihm, diese mit noch größerem Erfolg für Werbezwecke zu lizenzieren.
Für die Konkurrenz in Person von William Randolph Hearst (Pulitzer-Verlag) waren Comic Strips nicht nur eine Möglichkeit die Auflage seiner Blätter zu steigern. Er sah in ihnen vor allem ein noch aus Kindertagen geliebtes Medium, das er dazu nutzen wollte, die qualitativ anspruchvollste Sonntagsbeilage Amerikas zu schaffen. Er kaufte das damales seit 23 Jahren erfolgreiche humoristische Magazin Puck auf, heuerte die besten Illustratoren Amerikas an und schuf Puck – The Comic Weekley, eine sonntäglich erscheinende Farbbeilage. In den ersten Ausgaben veröffentlichte zum Beispiel Rudolph Dirks seinen Strip The Katzenjammer Kids und Frederick Burr Oppers Happy Hooligan.
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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 6 von 27) |
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