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Aus Comics mach Geld – erster Versuch
Dabei ließ sich die große Beliebtheit in der breiten Öffentlichkeit vor allem durch die Platzierung auf beliebigen Gebrauchsgegenständen in bare Münze umsetzen.

Bis Ende der 1920er wurden Comics in den unterschiedlichsten Formaten publiziert. Dann kam das erste Comic Book im heute noch gebräuchlichem Heftformat ans Kiosk. Inhaltlich handelte es sich hauptsächlich immernoch um Nachdrucke aus Magazinen und Sonntagsbeilagen, die entweder direkt verkauft wurden, als kostenlose Beigabe erschienen oder als Prämie an treue Kunden verschenkt wurden. Je nach Anforderung und Investitionsbereitschaft des Herausgebers kartoniert oder gebunden oder sogar mit einem Schutzumschlag versehen.

Neben kostenlosen Werbegeschenken fanden aber auch normal käufliche Comic Books eine zunehmende Kundenakzeptanz und wurden bis in die 1920er hinein für 25 Cent (Kartonierte Bände) oder 60 Cent (Hardcover Bände) das Stück verkauft. Dabei wurden in der Herstellung vor allem längliche Formate bevorzugt - heute als »Querformat« bezeichnet.

Mit zu den erwähnenswertsten Publikationen die während der Jahrhundertwende und bis in die 1920er Jahre verlegt wurden, zählen:

  • Funny Folks von F. M. Howarth (E. P. Dutton, 1899, 16.5x12 inches Hardcover) mit Nachdrucken aus dem Puck

  • Folks in Funnyville von Opper (R. H. Russel, 1900, 12x9 inches Hardcover)

  • Vaudevilles and Other Things von Carl Schultze (Isaac H. Blanchard Co., 1900, 10.5x13 inches Hardcover)

  • The Blackberries (R. H. Russel, 1901), The Katzenjammer Kids (Hearst, 1902, 15x10 inches) und Happy Hooligan and His Brother Gloomy Gus (Hearst, 1902, 15x10 inches) von E. W. Kemble

  • Brainy Bowers and Drowsy Dugan (1905) von R. W. Taylor, das als erster Strip aus einer Tageszeitung im Comic Book Format nachgedruckt wurde.

  • The Outburts of Everett True von A. D. Condo und J. W. Raper (Saalfiled, 1907)


Die letzten publizierten Comic Books im länglichen 11x15 Inches Format waren Jimmie Dugan and the Reg'lar Fellers von Gene Byrne (Cupples & Leon, 1921) und The Trouble of Bringing Up Father von George McManus (Embee, 1921). Im Folgejahr begann man bei Embee mit den Verkauf des Comic Monthly. Für 10 Cent das Heft konnte es vom interessierten Leser erstanden werden.

Damit war das erste, monatlich erscheinende Comic Magazin geboren - wenn auch Anfangs mit eher bescheidenem Erfolg. Inhaltlich setzte man auf den Nachdruck populärer King Features Strips, wobei jedes Heft einem andern Strip gewidmet war. Cupples & Leon experimentierten mit weiteren Formaten, darunter quadratische Bücher und veröffentlichten mit Little Orphan Annie (1926) schließlich das erste Comic Book im Hochformat.


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