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Schluss mit Lustig – The Funnies |
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Mit The Funnies # 1 brachte George Delacorte Anfang 1929 das erste Comic Magazin ans Zeitungskiosk, das ausschließlich neues und eigens für die jeweilige Ausgabe erstelltes Material abdruckte.
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Das Magazin erschien in Farbe und etwa im Format heutiger Boulevardzeitungen (Tabloid-Format). Dabei gab es jedoch ein kleines Problem: Denn obwohl Delacorte versuchte, sich mit einem Verkaufspreis von nur 10 Cent an das knappe Budget der von der aufkommenden Depression geplagten Käuferschaft anzupassen, konnte sich sein Magazin nicht durchsetzen. Dell Publishing Company und Eastern Color publizierten noch weitere 36 Ausgaben von The Funnies, bevor das Unternehmen wegen des sehr geringen wirtschaftlichen Erfolges letztendlich einstellte wurde. Mit 25 ¢ bzw. 60 ¢ Verkaufspreis galten die Comic Books plötzlich für viele Menschen als unerschwinglich. Die Depression schlug mit voller Wucht zu und so verschwand das Magazin Mitte der 1930er Jahre erst einmal vollends von der Bildfläche.
Um das Geschäft trotz flauer Wirtschaftslage in Gang zu halten waren bei der Eastern Color Printing Company nun geniale Verkaufsideen gefragt, die die Druckmaschinen am Laufen hielten.
Max C. Gaines und Harry I. Wildenberg – beide Handelsvertreter von Eastern Color – griffen deshalb zunächst auf bewährte Konzepte aus der noch jungen Geschichte der Comic Books zurück. Sie versuchten, diese erneut als kostenlose Werbegeschenke zu vermarkten. Als ersten Kunden konnte Wildenberg dafür die Gulf Oil Company gewinnen. Sie gab bei verschiedenen Zeichnern Comic Strips in Auftrag, brachte im April 1933 die erste Ausgabe von Gulf Comic Weekly heraus und bewarb diese landesweit übers Radio. Das vierseitige Heft im Tabloid Format enthielt jeweils einen ganzseitigen, farbigen Comic Strip von Stan Schendel, Victor und Svess. Der Erfolg war riesig. Schließlich benannte man das Magazin ab der fünften Ausgabe in Gulf Funny Weekly um. Es wurde in einer Auflage von 3 Millionen Exemplaren unters Volk gebracht.
Es war eher ein Zufall, der einen Herren Namens Wildenberg auf die Idee brachte, dass man durch mehrfaches Falten eines Druckbogens ein 32- und später 64-seitiges Comic Heft mit dem Format 7.5x10 Inches herstellen konnte, das in den Herstellungskosten dem vierseitigen Tabloid Comic Magazin entsprach, dem Leser aber ein vielfaches an Inhalt bot. Das bis zum heutigen Tag bestehende Standard Format amerikanischer Comic Hefte war geboren.
Als erstes Werbecomic in diesem neuen Heft-Format wurde für Proctor and Gamble Funnies on Parade (1933) mit Nachdrucken von Joe Palooka, Mutt & Jeff, Hairbreadth Harry und Reg'lar Fellas mit einer Auflage von 1 Million Exemplaren produziert.
Aufgrund der Beliebtheit von Funnies on Parade konnte M. C . Gaines Eastern Color überzeugen, weitere Comics in einer Auflage von 100.000 bis 250.000 Exemplaren zu drucken, die er bei großen Werbefirmen wie Milk-O-Malt, Wheatena oder Kinney Shoe Stores unterbrachte. Die nachfolgenden Publikationen hatten die Titel Famous Funnies: A Carnival Of Comics, Century Of Comics und Skippy’s Own Book of Comics. Sie enthielten Material, das bereits in Sonntagsbeilagen veröffentlicht war. |
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Die Geschichte des »american comic book« (Teil 8 von 27) |
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